Dienstag, 1. November 2011

Selbst-Ermutigung nach dem (allerersten) Vortrag

In Gesundheit für Körper und Seele erzählt Louise Hay von ihrem ersten Vortrag. Noch während sie das Podium verließ, sagte sie sich selbst: "Louise, du warst toll. Du warst absolut fantastisch fürs erste Mal. Beim fünften oder sechsten Mal wirst du ein Profi sein."

Damit hat sie das Bestmögliche für sich getan. Unmittelbar nach einem Auftritt sollte ausschließlich Raum für Ermutigung und Zuspruch sein. Denn wer jetzt die Kritikpferde loslaufen lässt, wird sich, ganz unnötig, völlig über Gebühr zerlegen. Es ist viel besser, etwas Zeit vergehen zu lassen, bis man sich ansieht, was man verbessern könnte. So hat es auch Louise Hay gemacht. Ein paar Stunden nach dem Vortrag sagte sie sich:

"Ich meine, dass wir ein paar Dinge ändern könnten. Lass uns dies oder das hinzufügen." Und dann erklärt sie ganz wunderbar den Effekt, den diese Selbstermutigung auf sie hatte:

"Wenn ich das Podium verlassen und angefangen hätte, mich zu kritisieren: 'Oh, du warst furchtbar. Du hast diesen oder jenen Fehler gemacht', dann hätte ich vor dem zweiten Vortrag Angst gehabt. So aber wurde der zweite besser als der erste und etwa beim sechsten fühlte ich mich wie ein Profi."

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Seien Sie gut zu sich - das macht Sie erfolgreicher.
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Dienstag, 4. Oktober 2011

"Wir hatten keine Wahl."

Gestern war ich im Kino: "Der große Chrash - Margin Call". Beklemmend, erhellend und sehr gut. Anders, als ich es in einigen Filmkritiken gelesen habe, braucht man kein großes Wirtschafts- bzw. Geldhandelswissen, um den Film zu verstehen. Auch wenn man nicht ganz genau durchblickt, was das Problem ist und wie es "gelöst" wird - man versteht ausgezeichnet, dass es sehr, sehr schmutzige Geschäft sind.
Im ganzen Film wird nicht einmal gelächelt. Wir sehen Menschen zu, die unendlich weit von sich selbst entfernt sind, die Geldhaben mit Lebensglück verwechseln. "Wir hatten keine Wahl. Man hat nie eine." Diese Schlüsselsätze fallen zum Ende des Films. Damit wird Recht gefertigt.

Trotzdem schafft der Film das Kunststück, die meisten dieser Menschen menschlich zu zeigen. Umso spannender und enttäuschender ist, wer am Ende das betrügerische Spiel mitspielt.

Falls ich das nächste Mal denken sollte, "ich habe keine Wahl", will ich mich ganz, ganz fest an der Nase fassen. Wir haben immer eine Wahl. Es fragt sich nur, ob wir bereit sind, den Preis für diese Wahl zu bezahlen  oder ob wir lieber andere zahlen lassen wollen.
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Dienstag, 20. September 2011

Wen finden Sie charismatisch? - 4

Bevor die Glücksfee in die Lostrommel greift, hier noch ein kleine Auswahl der Antworten:

Frau Burkad-Voßeler schreibt: "Mir fällt zu dem Thema "Mensch mit Charisma" spontan die Mary C. ein. Sie hat eine Tagespflegeeinrichtung für Senioren. Als ihr Charisma empfinde ich ihren immerzu positiv strahlenden Gesichtsausdruck, welcher durch ihre lebensbejahende Lebensweise verstärkt und bestätigt wird."

Für eine Teilnehmerin "ist die Visionärin und Tierforscherin Jane Goodall ein sehr charismatischer Mensch. Sie überzeugt durch Authentizität, Natürlichkeit, Tatkraft..."


Ein strahlender Zwölfjähriger, der außerdem "alle 'umliegenden Personen' mit seinem Pongauer Dialekt verzaubert" wurde ebenso genannt wie Prof. Gerald Hüther: "Ein Glanzlicht  von Persönlichkeit und gelungenes Beispiel der menschlichen Entwicklung, welch grandiose Begabung und fachliche Kompetenz, gepaart mit Authentizität die nicht wackelt, doch mit einem ganz einfachen, achtsamen und respektvollem Auftreten zu vereinen ist.
Oder kurz und einfach: ein genialer Visionär mit unglaublicher Energie in sich, Dinge in Bewegung zu setzen,  und der doch ein Mensch ist wie Du und ich."

Donnerstag, 15. September 2011

Wen finden Sie charismatisch? - 3

Als Expertin für wertstabiles Bauen und Sanieren hat Heike Eberle einen Blick für Qualität:

"Am Samstag habe ich wieder Holger Wienpahl genießen dürfen. Er ist für mich eine charismatische Persönlichkeit. Wenn er auf die Bühne tritt, zieht er die komplette Aufmerksamkeit auf sich. Das Publikum lauscht ihm gespannt zu und lacht über seine persönlichen Pointen. Er ist ein Meister der klaren Sprachartikulation und stellt alle anderen Redner in den Schatten."

Dienstag, 13. September 2011

Wen finden Sie charismatisch? - 2

Auch Monika Steudler hat in ihrem persönlichen Umfeld jemanden mit Charisma entdeckt:

"Als charismatischen Menschen finde ich die Cousine meines Vaters, Margit Haan, die in Florida lebt.
Sie strahlt eine Ruhe, Zufriedenheit, Dankbarkeit und Gelassenheit aus. Ist sehr interessiert an Politik, Kirche, Natur, den Mitmenschen, einfach an allem!
Ich kenne sie nur als freundlich, offen; sie sieht in allen Menschen immer die positive Seite, 'jeder Mensch hat was Positives!'  sagt sie mir immer, wenn ich mal dies oder jenes an einem Menschen zu 'bemängeln' habe."

Fröhliche Grüße nach Florida, Frau Haan. Schön, dass es Sie gibt! 


Montag, 12. September 2011

Wen finden Sie charismatisch? - 1

Letzte Woche habe ich unter den Abonnentinnen und Abonnenten des CARISMA-Briefes ein Gewinnspiel gestartet, das der oder dem Glücklichen ein CHARISMA-Buch mit auserlesener Widmung beschert. Als "Los" gilt die persönliche Antwort auf die Frage, die auch oben in der Überschrift steht.

Die Antworten, die hereinschneien, sind so bezaubernd, dass ich Sie - mit Zustimmung der Schreibenden - ein wenig daran teilhaben lassen möchte.

Diese kleine Serie beginnt heute mit dem Beitrag von Dolores Basica:

"Ich kaufe Ihr Buch sowieso, nur fände ich es tatsächlich schön, eine signierte Ausgabe für den charismatischsten Menschen, den ich kenne, zu gewinnen. Ja, ich weiß es ist abgedroschen, platt und einfallslos, aber es ist mein Freund, der Mann meines Lebens, der Vater der kleinen Zwillinge.

Es gibt viele Gründe für seine einzigartige Ausstrahlung, vor allem seine Wärme läßt die Menschen um ihn herum ihm "ganz nah sein wollen", aber der wirklich größte Grund ist für mich seine Neugierde. Damit meine ich nicht diese wahllose Wissbegier, die einen an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt, sondern die Gabe sich zu wundern. Alles ist natürlich, aber nichts ist selbstverständlich. Manchmal sind es die profansten Alltagsdinge die ihn innehalten lassen um zu fragen "wie kommt das? wie schön, dass wir das erleben/haben/essen/hören/sehen o.ä. können".

Ist das nicht eine wundervolle Liebeserklärung? Und gar nicht einfallslos!

Sonntag, 11. September 2011

Frauen sind zu bescheiden

Dagmar Reim war - und ist - die erste Intendantin einer ARD-Anstalt. Anfangs wurde Sie als "graue Maus aus der Provinz" verunglimpft, dennoch ist sie 2008 erneut als Intendantin bis 2013 gewählt worden.

In der aktuellen Ausgabe des evangelischen Magazins chrismon antwortet Reim auf die Frage "Wie gehen Sie mit Selbstzweifeln um?"

"Die gehören zum täglichen Leben, ich bin ja kein Mann. Mir begegnen Selbstzweifel erheblich häufiger bei Frauen. Habe ich mal einen Job zu vergeben und frage einen Mann, sagt der: 'Sehr gern, wann soll ich anfangen?' Frage ich eine Frau, sagt sie: 'Wie kommen Sie denn gerade auf mich?' Männer trauen sich mehr zu als Frauen." Bisher.